Das Reiseland Ruanda – Afrikas Vielfältigkeit entdecken

Es ist eine tiefe Faszination, die von Afrika ausgeht. Seit den Zeiten der großen Expeditionen im 18. Jahrhundert verbinden wir mit dem schwarzen Kontinent eine Sehnsucht nach Natur, Freiheit und Abenteuer. Deswegen zieht es häufig Backpacker in die afrikanischen Länder. Andere schreckt Armut, schlechte Infrastruktur und die häufig instabile Lage. Doch es gibt Reiseziele wie Ruanda, die die Reichhaltigkeit von Natur und Kultur bieten, ohne dass Besucher auf gewohnten Komfort verzichten müssen.

Böse Zungen würden Ruanda als „Afrika für Anfänger“ bezeichnen. Das aber wird dem kleinen Land im Zentrum des Kontinents nicht gerecht. Ruanda verbindet eine tragische Geschichte mit einem einzigartigen Willen zur Versöhnung, eine hervorragende Infrastruktur mit den Wundern der Natur, eine aufstrebende Generation mit der Tradition ländlicher Kultur.

Afrika kompakt

Die Vielfalt Ruandas lässt sich leicht nach Himmelsrichtungen einteilen. Im Zentrum liegt die Hauptstadt Kigali, ideale Basis für einen Urlaub. Von einfachen Unterkünften bis zu gehobenen Luxushotels findet hier jeder Gast sein Metier. Andere Städte und Reiseziele sind auf durchweg asphaltierten Straßen innerhalb weniger Stunden zu erreichen.

Im Osten Ruandas liegt der Akagera Nationalpark, der mit seinen Savannen zu typischen Safaris einlädt. Hier finden sich Zebras, Löwen, Flusspferde, Krokodile und anderes Großwild. In den Vulkanbergen im Norden hingegen leben die berühmten Silberrücken. Die organisierten Touren um einmal wildlebende Gorillas zu sehen sind ein absolutes Highlight Ruandas. Allerdings schlägt sich das in auch in teilweise stolzen Preisen nieder. Dennoch: Viele Erfahrungsberichte beschreiben diese außergewöhnliche Begegnung als tiefen Einschnitt in ihr Leben.

Geschichtsträchtige Berge und Seen

Im Süden erzählen die Universitätsstadt Butare und der Königspalast in Nyanza von der bewegten Geschichte und Kultur des Landes. Interessierte finden hier Museen und Ausstellungen zur jüngeren, aber auch vorkolonialen Geschichte Ruandas. In allen Städten zeugen zudem Memorials vom Genozid 1994. Hervorzuheben ist hier die zentrale Gedenkstätte in Kigali, die in jedem Fall ein Bestandteil jeder Ruandareise sein sollte. Es empfiehlt sich für dessen Besuch einen Tag auszuwählen, an dem keine anderen Termine anstehen. Denn so schön das Land heute ist, so traurig ist doch seine jüngere Geschichte.

Im Westen bildet der Kivusee eine natürliche Grenze zum Kongo. Kibuye liegt in den Bergen umgeben vom See, in dem an dieser Stelle gefahrlos geschwommen werden kann. Weder Bilharziose noch Krokodile trügen die Idylle mit dem atemberaubenden Panorama. Das Städtchen bietet eine hervorragende Erholung vom Großstadttreiben Kigalis.

 

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